Dekoloniales Denkzeichen

  • Logo Dekoloniales Denkzeichen
  • neues-projekt-dekoloniales-denkzeichen-berlin-global-village-call-for-art-intallation-neukoelln-capital-city-germany-eine-welt-zentrum
  • Grafik Dekoloniales Denkzeichen ein Pfeil zeigt auf Kunstwettbewerb und Erinnerungskultur, ein Projekt des Berlin Global Village

Kurz erklärt

Das Berlin Global Village startete im März 2023 ein neues, spannendes Projekt: den Kunstwettbewerb für ein „Dekoloniales Denkzeichen“. Dabei wurde in einem offenen, anonymen und internationalen Kunstwettbewerb die Realisierung eines „Dekolonialen Denkzeichens“ – einer künstlerischen Arbeit, die sich mit Dekolonisierung beschäftigt – ausgeschrieben.

Das Kunstwerk wird bis Herbst 2024 fertig gestellt und gut sichtbar zwischen oder vor den beiden Gebäuden des Berlin Global Village in Berlin Neukölln dauerhaft angebracht. Der Wettbewerb wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet, der die Auswirkungen und Kontinuitäten des Kolonialismus bis heute thematisiert.

Das Dekoloniale Denkzeichen erklärt in einem Video

Eine Kurzversion des Videos (1:00 Min) findet sich auf unserem Instagram Account @berlinglobalvillage.

Der Wettbewerb

Was bisher geschah:

Bis Mai 2023 haben sich 671 Künstler*innen aus der ganzen Welt für eine Teilnahme am internationalen Kunstwettbewerb registriert. Das ist eine ganze Menge! 30 % der Registrierungen gingen aus dem afrikanischen Kontinent ein – was uns besonders freut. Weitere knapp 30% registrierten sich aus Deutschland. Alle weiteren Registrierungen verteilten sich über Asien, Europa, Nord- und Südamerika.

Die von der externen Koordination zugelassenen Künstler*innen hatten anschließend die Gelegenheit anonym allerlei Fragen zu stellen, die ihnen bei der Ausarbeitung einer künstlerischen Konzeptidee für das Dekoloniale Denkzeichen helfen konnten. Bis 13. August hatten sie Zeit, einen Entwurf für ein Kunstwerk einzureichen. Aus den Einreichungen konnten 244 dieser Entwürfe für den Wettbewerb zugelassen werden.

Nachdem im September die international und prominent besetzte Jury in einer zweitägigen Sitzung, 20 Finalistinnen und Finalisten ausgewählt hat, haben die jeweiligen Künstlerinnen und Künstler nun bis zum 7. Januar 2024 Zeit, eine detaillierte Ausarbeitung ihres Entwurfs zu erstellen. Für ihre Mühe werden die Künstler*innen mit einer Aufwandsentschädigung von 4.000 Euro entlohnt.

Wie es weiter geht:

Am 31. Oktober 2023 findet nun die erste öffentliche Veranstaltung im Rahmen des „Dekolonialen Denkzeichens“ statt. Ein Symposium das sich rund um Dekoloniale Kunst dreht, mit Grußworten der Kulturstaatsministerin Claudia Roth und des Berliner Kultursenators Joe Chialo, einer Diskussion zu „Kunst des globalen Südens in Deutschen Ausstellungsräumen“, Live-Painting, einem Filmprogramm, DJ-Set, Tanz Performance, Buffet und vielem mehr. Zum Programm geht es hier.

Die 20 konkretisierten Entwürfe präsentieren wir der Öffentlichkeit im März 2024 in einer Ausstellung (Vernissage am 28.02.2024). Die Jury wählt jedoch nur einen Beitrag aus, der tatsächlich produziert und im Herbst 2024 vor dem Berlin Global Village enthüllt wird.

Die Rahmenbedingungen

Wie wird das Projekt finanziert?

Allein für die Realisierung des Kunstwerks stehen 750.000 Euro vom Land Berlin (Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt) zur Verfügung. Die Abwicklung des Wettbewerbs, das Vermittlungsprogramm und die Öffentlichkeitsarbeit werden mit weiteren 750.000 Euro vom Bund (Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien) finanziert. Claudia Roth und Joe Chialo haben die Schirmherrschaft bzw. Schirmfrauschaft für das Projekt übernommen.

Welche Vorüberlegungen gibt es?

Der deutsche Kolonialismus und seine Folgen wurden lange Zeit in Deutschland marginalisiert. Doch die anhaltenden Interventionen aus der Zivilgesellschaft haben einen Prozess in Gang gesetzt. Zur Thematisierung des Kolonialismus, dessen Auswirkungen bis heute und den Kontinuitäten auch in der Entwicklungszusammenarbeit wird der internationale Kunstwettbewerb ausgeschrieben. Im Rahmen des Projektes wird ein Dialog angestoßen, sich mit der dekolonialen Perspektive auseinanderzusetzen. Mit dem Denkzeichen wird das Berlin Global Village sowohl für Berliner*innen als auch für internationale Akteur*innen als ein Ort der Reflexion zu dekolonialen Fragen markiert und stark gemacht.

Wer bildet die Jury?

  • Kristina Leko (Universität der Künste Berlin, bildende Künstlerin)
  • María Linares (bildende Künstlerin)
  • Prof. Dr. Walter Mignolo (Duke University, Literaturwissenschaftler)
  • Prof. Dr. Chika Okeke-Agulo (Princeton University, bildender Künstler)
  • Dr. Mithu M. Sanyal (Autor*in)
  • Gary Stewart (Queen Mary University London, bildender Künstler)
  • Sylbee Kim (bbk berlin, bildende Künstlerin)
  • Michael Küppers-Adebisi (Berlin Global Village gGmbH)

Die Schirmherrin und der Schirmherr

Schirmfrau für das Dekoloniale Denkzeichen ist Claudia Roth, die Staatsministerin für Kultur und Medien (BKM). Schirmherr ist Joe Chialo, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin (senkutgz). Wir freuen uns außerordentlich über diese doppelte Unterstützung! Sie unterstreicht die Bedeutung und die Strahlkraft, die das Dekoloniale Denkzeichen als einzigartiges Kunstprojekt für die Erinnerungskultur in Berlin, Deutschland und der Welt hat.

Wer sind die Kooperationspartner*innen?

Das Projekt wird getragen von der Berlin Global Village gGmbH in Kooperation mit dem Büro für Kunst im öffentlichen Raum der Kulturwerk GmbH des bbk berlin e.V. sowie einem zivilgesellschaftlichen Unterstützerkreis aus acht Vereinen:

Ausloberin und Projektträgerin

• Berlin Global Village gGmbH (BGV)
• In Kooperation mit dem Büro für Kunst im öffentlichen Raum der Kulturwerk GmbH des bbk berlin e.V.

Dekoloniale Zivilgesellschaft Unterstützer*innen-Kreis:

  • AfricAvenir e.V.
  • Afrika-Rat Berlin-Brandenburg e.V.
  • AFROTAK TV cyberNomads
  • Berlin Postkolonial e.V.
  • DaMigra e.V.
  • Decolonize Berlin e.V.
  • Initiative Schwarze Menschen in Deutschland ISD-Bund e.V.
  • moveGLOBAL e.V.

Weitere Kooperationspartner*innen:

  • Bezirksamt Neukölln, Fachbereich Kultur
  • KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst
  • Black Berlin Biennale

Fördernde

• Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
• Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Der Zeitplan

07.05.23: Anmeldefrist zur Teilnahme der Künstler*innen
15.05.23: Bereitstellung der Auslobungsunterlagen
14.06.23: Frist für schriftliche Rückfragen 1. Phase
23.06.23: Beantwortung der Rückfragen 1. Phase
13.08.23: Abgabe Entwürfe der 1. Phase, digital
16./17.09.23: Preisgerichtssitzung 1. Phase
18.09.23: Benachrichtigung der Teilnehmenden der 2. Phase
30.10.23: Rückfragenkolloquium 2. Phase
31.10.23: Symposium
12.11.23: Frist für schriftliche Rückfragen 2. Phase
24.11.23: Beantwortung der Rückfragen 2. Phase
07.01.24: Abgabefrist der Entwürfe 2. Phase
27.01.24: Preisgerichtssitzung 2. Phase
28.02.24: Ausstellung der eingereichten Entwürfe aus der 2. Phase
14.09.24: Enthüllung des Kunstwerks

Download der Wettbewerbsunterlagen

Download auf Deutsch

Download in English

Pakua kwa Kiswahili

Descargar en español

Télécharger en français

Kontakt

Fragen zum Wettbewerbsverfahren bitte ausschließlich an:
artcompetition@berlin-global-village.de
Presseanfragen und alle anderen Fragen an das Team „Dekoloniales Denkzeichen“ bitte an: 
dekoloniales-denkzeichen@berlin-global-village.de
Tel: 030 49 96 64 00

Projektnachrichten