Wer wir sind

Berlin Global Village – ein starker Ort

„Berlin Global Village“ ist das Berliner Eine-Welt-Zentrum. 50 entwicklungspolitische und migrantisch-diasporische NGOs haben hier seit März 2021 ihre Büroräume. Und in den öffentlichen Veranstaltungsräumen gibt es ein vielfältiges politisches und kulturelles Angebot an die Stadtgesellschaft. Berlin Global Village ist ein sichtbarer Ort in Berlin, an dem sich Menschen, Initiativen und Vereine für gesellschaftliche Veränderungen und für globale Gerechtigkeit einsetzen. In Berlin Global Village werden kulturelle, transkulturelle, migrations- und sozialpolitische, wirtschafts- und finanzpolitische sowie umwelt- und klimapolitische Debatten aus einer Perspektive globaler Gerechtigkeit interdisziplinär geführt.

Mit Berlin Global Village entsteht ein in Berlin bislang einmaliger Ort der Vielfalt, der Begegnungen, Kooperationen, des offenen Dialogs und des Engagements, mit dem wir gemeinsam in die Gesellschaft ausstrahlen. Er liefert den zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen hervorragende Arbeitsbedingungen und bindet die interessierte Öffentlichkeit in spannende Diskurse ein. Das Zentrum ist ein sozialer Raum und ein Ort der Kooperation – für die unmittelbaren Nutzer*innen ebenso wie für Besucher*innen.

Berlin Global Village – eine starke Haltung

Berlin Global Village erkennt an, dass Deutschland eine Migrationsgesellschaft ist und Vielfalt ihre gesellschaftliche Realität. Berlin Global Village erkennt auch an, dass Deutschland eine kolonial-rassistische Vergangenheit hat, die in die Gegenwart fortwirkt.

Berlin Global Village möchte einen Beitrag für eine inklusive Gesellschaft leisten, in der Menschen ungeachtet ihrer Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orientierung, kultureller oder sozialer Herkunft, Religion oder Weltanschauung und körperlicher und geistiger Fähigkeiten gleichberechtigt und selbstbestimmt leben und teilhaben können.

In Berlin Global Village lehnen wir jedwede Form von Rassismus und Diskriminierung mit ihren intersektionalen Verschränkungen ab und treten diesen aktiv und entschieden entgegen. Daher versteht Berlin Global Village es als eine gemeinsame Verantwortung, einen Raum zu schaffen, im dem Nutzer*innen diskriminierungssensibel miteinander agieren können. Hierfür streben wir innerhalb von Berlin Global Village eine machtkritische, diskriminierungssensible und diversitätsorientierte Haltung an – als Organisation, als Netzwerk, als Ort und als Einzelne.

Wir verstehen Berlin Global Village als lernende Organisation und lernendes Netzwerk, die sich der Herausforderungen und der Komplexität in der Auseinandersetzung mit Rassismus und Diskriminierung bewusst sind. Wir wissen, dass wir Fehler machen werden. Wir wollen solidarisch individuell, kollektiv und institutionell aus unseren Fehlern lernen und zu allen Seiten hin einen offenen und konstruktiven Dialog zu suchen beziehungsweise aufrechterhalten.

Berlin Global Village – ein starkes Netzwerk

Berlin Global Village hat sich im Februar 2011 als Verein gegründet und ist aus einer Initiative des Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlags (BER) hervorgegangen. Schon jetzt bildet Berlin Global Village mit seinen 38 entwicklungspolitischen und migrantisch-diasporischen Mitgliedsorganisationen – darunter von kleinen ehrenamtlich tätigen Vereinen über größere Nichtregierungsorganisationen bis hin zu Dachverbänden – ein starkes Netzwerk mit einer einzigartigen Vielfalt von Themen rund um global gerechte Entwicklung. Diese sind selbst wiederum mit vielfältigen anderen Initiativen in der Stadt vernetzt, da sie eine Vielfalt von Themen bearbeiten, die für eine global gerechte Entwicklung relevant sind: Klima- und Ressourcengerechtigkeit, nachhaltige Ernährungssysteme, Arbeitsbedingungen in globalen Wertschöpfungsketten, globale Finanz- und Handelspolitik, Dekoloniale Erinnerungskultur und Antirassismus, Globales Lernen und Digitale Medien, Kommunale Entwicklungszusammenarbeit und vieles mehr.

Berlin Global Village – gemeinnütziger Verein und gGmbH

2013 hat Berlin Global Village e.V. mit der Berlin Global Village gGmbH eine gemeinnützige Tochtergesellschaft gegründet, um mit dieser Berlin Global Village als physischen Ort und als Kooperationsraum für eine globale gerechte Gesellschaft aufzubauen und zu betreiben.

Berlin Global Village – ein starkes Berlin

Berlin ist Deutschlands größte Einwanderungsstadt und eine weltoffene, multikultu­relle Metropole und somit ein Ort der Internationalität – politisch wie soziokulturell. In Berlin konzentrieren sich hunderte nicht-staat­liche Akteur*innen und Organisationen der deutschen Entwicklungspolitik: Sie setzen sich für eine global gerechtere Welt, für ein Leben innerhalb der planetarischen Grenzen und für ein friedvolles und gleichberechtigtes Miteinander der Menschen ein. Durch ihre Arbeit machen sie die Verwobenheit Berlins mit globalen Herausforderungen und Problemen sichtbar: Klimawandel, Flucht und Migration, politische Krisen und Kriege haben direkte Auswirkungen auf den Alltag aller Berliner*innen.

Die vielfältige Berliner Zivilgesellschaft hat umfangreiche Expertise und Lösungen, wie mit den in Berlin erfahrbaren Konsequenzen umgegangen werden kann und wie sich Berlin als Stadt globaler Gerechtigkeit positionieren kann. Diese Expertise soll in Berlin Global Village gebündelt werden.

Hier könnt ihr die Gründungsvisionen herunterladen:

2019-08-27_Gruendungsvisionen-BGV-fuer-Grundstein_final

Mitglieder

Wer sind die Mitglieder

Der Berlin Global Village e.V. hat 38 Mitgliedsorganisationen. Es sind entwicklungspolitische und migrantisch-diasporische Vereine und Initiativen, die gemeinsam die Arbeit von Berlin Global Village tragen. Ein Teil von ihnen hat auch Büros im Berlin Global Village.  

Die Mitglieder von Berlin Global Village e.V.:

Von A bis G

Von I bis Z

Hier könnt ihr die Satzung herunterladen:

2019-10-01_Satzung_Berlin-Global-Village-eV

Ihr wollt die Arbeit von Berlin Global Village unterstützen? Werdet Fördermitglied von Berlin Global Village e.V.! Ob als Person oder als Verein oder Firma. Bitte schreibt uns über die Kontakt-Seite oder direkt per E-Mail:
info@berlin-global-village.de

Gremien

Der Vorstand von BGV e.V. setzt sich zusammen aus:

  • Akinola Famson, Vorsitzender
    Afrika-Rat Berlin Brandenburg e.V.
  • Sylvia Werther, Vorsitzende
    Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag – BER e.V.
  • Maimouna Ouattara
    moveGLOBAL e.V.
  • Anke Widenhorn
    ICJA-Freiwilligenaustausch weltweit e.V.

Rat für Diversity und soziale Inklusion (RDSI)

Der Rat für Diversity und soziale Inklusion (RDSI) hat sich 2019 konstituiert. Der RDSI ist ein vom BGV-Vorstand eingesetztes Beratungsgremium zur Beurteilung aller relevanten BGV-Prozesse aus Diversity Perspektive und erarbeitet Vorschläge für den laufenden Betrieb des Zentrums. Der RDSI ist Schnittstelle zwischen Berlin Global Village e.V., gGmbH und MDO/MSO/PAD/PoC-Strukturen* in BGV-Mitgliedschaft und Mieter*innenschaft.

Koordination

  • Michael Küppers-Adebisi, Referent für Diversity und Community Building (Berlin Global Village)
  • Darüber hinaus wird der RDSI von den Sprecher*innen koordiniert

Ratschaft

Sprecher*innen

  • Adetoun Küppers-Adebisi, (AFROTAK TV cyberNomads), seit 2019
  • Abdoul Yacoubou (moveGLOBAL), seit 2022

Weitere Individuen und Organisationen im RDSI:

  • Omed Arghandiwal (Zaki)
  • Elizabeth Beloe (BV-Nemo)
  • Aissatou Binger (ANEE)
  • Akinola Famson in Vertretung für den BGV-Vorstand (Afrika-Rat)
  • Flaure Ngamou (New Hope and Light)
  • Lawrence Sarpong Oduro (Africavenir)
  • Maimouna Ouattara, Vertretung für den BGV-Vorstand (moveGLOBAL)
  • Segun Agbebi(Egbé Omo Ododuwa)

* MDO/MSO/PAD/PoC sind die Abkürzungen für: migrantisch-diasporische Organisation (MDO), Migrant*innenselbstorganisation (MSO), People of African Decent (PAD), People of Color (PoC)

Beirat

Der Beirat berät Berlin Global Village in allen wichtigen Fragen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der inhaltlichen Programmarbeit. Er spricht dazu Empfehlungen an die Geschäftsführung aus. Der Beirat setzt sich aus folgenden Expert*innen zusammen:

  • Güner Balci, Bezirk Neukölln, Integrationsbeauftragte
  • Melina Borčak, freie Journalistin und Filmemacherin
  • Andreas Freudenberg, Global Music Academy
  • Mohammed Jouni, Jugendliche ohne Grenzen
  • MFA Kera, Musikerin, Black Heritage
  • Sarah Kohrt, Hirschfeld-Eddy-Stiftung
  • Stefani Reich, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit
  • Hans-Georg Rennert, Sprengelhaus
  • Andreas Rosen, Stiftung Nord-Süd-Brücken

Kooperationspartner*innen

BER e.V.
Der Berliner Entwicklungspolitische Ratschlag (BER) ist der Landesverband von über 110 entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen. 15 von ihnen haben sich zuerst in einer BER-Arbeitsgruppe zusammengefunden und später daraus den Verein Berlin Global Village ins Leben gerufen. Der BER arbeitet mit Berlin Global Village nach Kräften zusammen, insbesondere um politische Unterstützung für das Eine-Welt-Zentrum zu erlangen. Durch seine politische Arbeit hat der BER entscheidend dazu beigetragen, dass das Projekt in die Koalitionsvereinbarung der rot-rot-grünen Landesregierung – aber auch schon der Vorgängerregierung von SPD und CDU – aufgenommen wurde und dauerhaft große politische Zustimmung erfährt.

Land Berlin
Die rot-rot-grüne Landesregierung hat ihre Unterstützung für den Aufbau des Eine-Welt-Zentrums im Koalitionsvertrag festgeschrieben und einen Investitionszuschuss in Höhe von 3,0 Millionen Euro 2018 bewilligt sowie 2020 eine Förderung mit SIWA-Mitteln in Höhe von 1,4 Millionen Euro für Sanierung und Ausstattung. Für die Programmarbeit von Berlin Global Village hat sie eine jährliche Projektförderung in Höhe von 237.000 Euro 2020 und 242.000 Euro 2021 im Haushalt beschlossen.

Stiftung Edith Maryon
Die Stiftung Edith Maryon ist eine Stiftung zur Förderung sozialer Wohn- und Arbeitsstätten. Gebäude wirken stets in die Gesellschaft, in den öffentlichen Raum hinein, und dies in aller Regel auf lange Zeit, wenn nicht gar über Generationen hinweg. Hier setzt die Arbeit der Stiftung an. Sie betrachtet es als ihre Aufgabe, im Dialog mit Eigentümer*innen und Nutzer*innen Grund und Boden aus dem Waren- und Erbstrom herauszulösen, damit dieser der Spekulation entzogen und somit dauerhaft und immer wieder neu für Vorhaben, die der Gesellschaft dienen, verfügbar wird. Dabei unterstützt sie auch Projekte bei der Realisierung ihrer Vorhaben. Die Stiftung Edith Maryon hat Berlin Global Village 2018 über ihre deutsche Tochtergesellschaft Terra Libra Immobilien die ehemaligen Verwaltungsgebäude der Kindl-Brauerei im Erbbaurecht für 100 Jahre verkauft – zur Realisierung des Eine-Welt-Zentrums.

Land Berlin
Die rot-grün-rote Landesregierung hat ihre Unterstützung für das Eine-Welt-Zentrum im Koalitionsvertrag für die Jahre 2021-2026 festgeschrieben. Schon beim Aufbau war das Land als wichtiger Partner beteiligt: Es hat einen Investitionszuschuss in Höhe von 3,0 Millionen Euro 2018 bewilligt – dadurch wurde es Berlin Global Village erst möglich, 9 Millionen Euro an Krediten für den Neubau aufzunehmen, die von den NRO langfristig über die Mieten finanziert werden – sowie 2020-2022 eine Förderung aus SIWA-Mitteln in Höhe von 1,7 Millionen Euro für Sanierung und Ausstattung. Für die Programmarbeit von Berlin Global Village hat die Regierungskoalition eine jährliche Projektförderung in Höhe von 247.000 Euro 2022 und 253.000 Euro 2023 im Haushalt beschlossen. Mit der für uns als Ansprechpartner zuständigen Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit in der Wirtschaftssenatsverwaltung verbindet uns eine langjährige gute Zusammenarbeit.

BMZ – Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat Berlin Global Village in den Jahren 2020-2022 mit einem Investitionszuschuss in Höhe von 1,8 Millionen Euro für Sanierung und Ausstattung gefördert. Das Eine-Welt-Zentrum kann damit zeitgemäß ausgestattet und so zum zentralen Ort der entwicklungspolitischen Debatten in der Bundeshauptstadt werden – mit der Intention einer bundesweiten Ausstrahlung. Die BMZ-Förderung erfolgte entsprechend eines Beschlusses des Deutschen Bundestages für den Haushalt 2019. Die Mittelverwaltung hat das Land Berlin, Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit, im Rahmen einer Verwaltungsvereinbarung übernommen.