📅 Wann: 03. Juli 2026, 16:00 - 22:30 Uhr
📍 Wo: Berlin Global Village, Am Sudhaus 2, Berlin-Neukölln
Am 03. Juli 2026 öffnet das Berlin Global Village zum 5. Mal seine Türen: GLOBALE - das Festival im Berlin Global Village bringt die Nachbarschaft, Kunst- und Kulturinteressierte und alle zusammen, die Lust auf Austausch und globale Fragen haben.
Es erwartet euch ein breites Programm mit einem großen Mit-Mach Angebot für Kinder & Jugendliche!
Außerdem:
🎨 Siebdruck-Workshop – Gestaltet eure eigenen Jutebeutel, T-Shirts oder Sticker und lernt die Technik des Siebdrucks kennen.
📸 Ausstellung – „What Remains“ zeigt Werke der Fotografin Médine Tidou – Eine eindrucksvolle fotografische Auseinandersetzung mit kultureller Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit
🎤 Bühnenprogramm – Tanzt zu Live-Musik & Performances mit großartigen jungen Künstler*innen
🎬Filmprogramm – Gezeigt werden Filme von jugendlichen Mädchen of Color (MPower) sowie der Dokumentarfilm Kolonialismus Made in Göttingen
🫱🏼🫲🏾 Meet & Greet-Stände – Lernt einige der Organisationen und Initiativen im Berlin Global Village kennen und erfahrt mehr über ihre vielfältigen Projekte.
🗣️ Eröffnung mit Politiker*innen aus dem Abgeordnetenhaus: Tamara Lüdke (SPD), Stefan Taschner (Bündnis 90 / Die Grünen), Tobias Schulze (Die Linke)
Das Festival ist kostenlos und offen für alle!
Das musikalische Programm (16:30-22:30 Uhr) vereint Künstler*innen, die globale Clubkulturen, diasporische Klangtraditionen und zeitgenössische elektronische Musik miteinander in Beziehung setzen.
Mit Fuega Mami tritt eine prägende Stimme der neuen Reggaeton- und Latin-Club-Szene auf. Ihre Sets verbinden sinnlichen Perreo, druckvolle Basslines und Einflüsse aus Baile Funk, Merengue-House und elektronischem Dembow. Dabei entsteht ein energiegeladener, körperlicher Sound, der verschiedene Strömungen lateinamerikanischer Clubmusik zusammenführt und das Publikum auf eine intensive, sinnliche Klangreise mitnimmt.
Der Virtuose Hassan Elmalik schlägt eine Brücke zwischen Tradition und experimenteller Klangforschung. Aus Omdurman im Sudan kommend, entwickelt er einen Stil, der geprägt ist von sudanesischen Wurzeln, äthiopischen Rhythmen, jamaikanischem Reggae und afrikanischem Blues. Seine Musik erzählt von kultureller Vielschichtigkeit, historischen Resonanzen und den musikalischen Verflechtungen entlang des Nils.
Die Berliner Musikerin KARTINI wiederum bewegt sich zwischen Indie Pop, R&B und elektronischen Klanglandschaften. Ihre Musik – die sie selbst als „Ethereal Bass Pop“ beschreibt – verbindet atmosphärische, melancholische Stimmungen mit tiefen Bässen und cluborientierten Strukturen. Im Zentrum steht ihre eindringliche Stimme, die einen intimen, zugleich treibenden Sound trägt.
MARI.AMA bewegt sich als Afropean Künstlerin zwischen Kontinenten, Sprachen und musikalischen Traditionen. Als Sängerin, Songwriterin und Kuratorin verbindet sie Soul, Pop und elektronische Sounds mit westafrikanischen Rhythmen und Einflüssen ihrer familiären Verbindungen zwischen Europa und Westafrika. Ihre Arbeit versteht Musik als Raum für Erinnerung, Identität und kulturelle Verbindung.
Den Abschluss gestaltet DJ Marshal, ein in Berlin ansässiger DJ, der mit energiegeladenen Sets zwischen Afrotech und Afrohouse den Raum zum Tanzen bringt. Seine Sets sind geprägt von treibenden Rhythmen, hypnotischen Grooves und einem sicheren Gespür für Dynamik – ein kraftvoller musikalischer Abschluss, der das Festival in Bewegung ausklingen lässt.
Ein besonderes Highlight ist die Performance von Girls* on Beat, einem Tanzprojekt für Mädchen* im Alter von 7 bis 16 Jahren aus Neukölln und Umgebung. Gemeinsam werden Hip-Hop, Freestyle und Choreografie erforscht und eigene Bewegungen entwickelt, die nun in einer kollektiven Bühnenperformance sichtbar werden. Schilleria / Mince e.V.
Von 16:00 bis 19:00 Uhr erwartet Besucher*innen ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm für Kinder, Jugendliche und Familien.
Im Innenhof können Kinder gemeinsam mit den Stadtteilmüttern und dem EPIZ im mehrsprachigen Lesepavillon Geschichten entdecken oder sich die Haare flechten lassen.
Im Weltraum laden spannende digitale Angebote zum Ausprobieren ein: Mit VR-Brillen zum Globalen Lernen und einer Graphic Novel Präsentation der Initiative Perspektivwechsel können Jugendliche neue Perspektiven erkunden.
Kreativ wird es rund um das Zentrum: Die Ludothek global öffnet ihre Türen zum Spielen und bietet zusätzlich eine Bastel- und Malstation im Außenbereich an. Bei Migrantas können Stoffbeutel bemalt und individuelle Ansteck-Buttons gestaltet werden. MaMis en Movimiento lädt Kinder zum Maskenbasteln ein und gestaltet gemeinsam ein vielfältiges Sprachenposter.
Für Bewegung und Erfrischung sorgt RESTLOS GLÜCKLICH mit seinem Smoothie-Bike: Hier wird der eigene Smoothie durch Muskelkraft gemixt – ein Spaß für alle Altersgruppen. Freut euch auf einen Nachmittag voller Kreativität, Begegnungen, Spiel und gemeinsamer Entdeckungen!
Wie prägen Migration, Geschichte und kulturelles Erbe unser Verständnis von Zugehörigkeit? Die drei Ausstellungen laden dazu ein, diesen Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven nachzugehen. Alle von 16:00 bis 22:30 Uhr.
In der Lumumba Galerie präsentiert die Berliner Fotografin Médine Tidou unter dem Titel „What Remains? – Traces of Culture and Belonging“ fotografische Arbeiten, die kulturelle Identität als etwas Lebendiges und Wandelbares sichtbar machen. Sie untersucht wie Kultur über Generationen und Grenzen hinweg weitergetragen, verändert und neu angeeignet wird. Ihre Bilder richten den Blick auf westafrikanische Gesellschaften und die Afro-Diaspora in Europa. Die Ausstellung läuft im Rahmen von 48 Stunden Neukölln bis 05. Juli 2026.
„Gathering Otherwise – Diasporische Verbindungen“ zeigt Arbeiten von Soukaina El Adak, Martha Díaz Adam, Juan Camilo Alfonso und Ọládayọ̀ Thomas. Ausgehend von der jährlichen Erdzeremonie am Dekolonialen Denkzeichen „EarthNest“ setzen sich die Künstler mit diasporischen Identitäten, Herkunft, Erinnerung und den Nachwirkungen kolonialer Geschichte auseinander. Noch bis 10. Juli 2026 im Berlin Global Village
Die Wanderausstellung „Zwischen Petition und Rebellion“ von Initiative Perspektivwechsel stellt Geschichten des antikolonialen Widerstands in Kamerun vor. Drei Widerstandskämpfe stehen exemplarisch für verschiedene Generationen und soziale Gruppen, die sich gegen Kolonialismus und dessen Erbe wehr(t)en. Sie machen das Ausmaß rassistischer Kolonialpolitik Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens im Kamerun deutlich.
Zwei besondere Filmveranstaltungen laden dazu ein, unterschiedliche Perspektiven auf Erinnerung, Zugehörigkeit, Empowerment und gesellschaftliche Veränderung kennenzulernen.
Mpower presents: Our Stories – Our Voices! zeigt im Chandra Mohanty Raum Kurzfilme von jugendlichen Mädchen* of Color, die im Rahmen von empowerment-orientierten Projektwochen entstanden sind. Die Filme erzählen persönliche, kreative und gesellschaftskritische Geschichten aus der Perspektive junger Filmemacher*innen und schaffen Raum für Austausch und Begegnung.
Gemeinsam mit der Anton Wilhelm Amo Erbschaft präsentiert Göttingen Postkolonial den Dokumentarfilm „Kolonialismus Made in Göttingen“ im Miriam Makeba Saal. Der Film beleuchtet koloniale Kontinuitäten in Deutschland und begleitet lokale Initiativen, Aktivist*innen und Expert*innen bei ihrer Arbeit zu Aufarbeitung, Erinnerung und Gerechtigkeit. Es folgt ein Gespräch zwischen der Regisseurin Sarah Böger und der Kulturwissenschaftlerin Andrea-Vicky Amankwaa-Birago.
Von 16:00 bis 19:00 Uhr könnt ihr kreativ werden:
Im Siebdruck-Workshop mit Künstler*in Xinan Pandan könnt ihr eure eigenen Stoffbeutel und T-Shirts gestalten und bedrucken. Dafür hat Xinan eine Auswahl an kreativen Motiven, Illustrationen und politischen Statements vorbereitet, die ihr als Vorlagen nutzen könnt. Egal ob klare Botschaft, künstlerisches Design oder beides zusammen – am Ende nehmt ihr ein selbst gestaltetes Unikat mit nach Hause.
Mediale Pfade e.V. setzt sich für digitale Teilhabe und gesellschaftspolitische Medienbildung ein. In ihrem Workshop lernt ihr, wie ihr eigene Sticker entwerfen und produzieren könnt – von der ersten Idee über die Gestaltung bis zum fertigen Druck. Ob politische Botschaften, kreative Illustrationen oder persönliche Statements: Hier könnt ihr eure Ideen sichtbar machen und direkt mitnehmen.
Entdeckt das Berlin Global Village aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Im Rahmen des GLOBALE Festivals laden wir zu drei besonderen Führungen ein, die Einblicke in die Geschichte, die Gegenwart und die kulturelle Arbeit des Hauses geben.
Treffpunkt für alle Führungen: Vor dem Dekolonialen Denkzeichen
Den Auftakt macht um 19:00 Uhr eine Führung durch das Berlin Global Village mit Geschäftsführer Armin Massing. Er erzählt von den Anfängen des Projekts, der Entstehung des NGO-Zentrums und der Frage, wie ein Ort geschaffen werden kann, an dem globale Gerechtigkeit, Vielfalt und solidarisches Miteinander nicht nur verhandelt, sondern tagtäglich gelebt werden.
Um 20:00 Uhr spricht Angelina Jellesen, ehem. Projektleiterin des Dekolonialen Denkzeichens, zum EarthNest. Als erstes dekoloniales Denkzeichen seiner Art in Deutschland eröffnet das EarthNest neue Perspektiven auf Erinnerungskultur und den Umgang mit kolonialen Kontinuitäten. Die Führung gibt Einblicke in die Entstehungsgeschichte, die künstlerische Konzeption und die Bedeutung dieses besonderen Ortes.
Den Abschluss bildet um 21:00 Uhr eine Führung durch die Ausstellung „What Remains? – Traces of Culture and Belonging?“ mit Jeanne Nzakizabandi, Programmreferentin im Berlin Global Village. Die eigens für die GLOBALE produzierte Ausstellung zeigt Arbeiten der Fotografin Medine Tidou und setzt sich mit Fragen von Identität, Erinnerung und diasporischer Verortung auseinander. Damit greift sie zentrale Themen auf, die auch die Arbeit des Berlin Global Village prägen.
Wie immer erwartet euch ein vielfältiges kulinarisches Angebot: Von traditionsreichen westafrikanischen Gerichten über kreative afrofusion-inspirierte Snacks bis hin zu einer großen Auswahl an frisch zubereiteten Salaten, Kuchen, Waffeln und Crepes. Für jeden Geschmack ist etwas dabei – hier bleiben garantiert keine Wünsche offen. Mit Angeboten von SOLANGE, SAMO SANDOS & KIEZANKER e.V.
Die Fotopräsentation von Watch Indonesia vereint vielfältige Perspektiven von und auf Gemeinschaften in Indonesien, die ihre Lebensgrundlagen, ihr Land und ihre Ökosysteme gegen großflächigen Extraktivismus verteidigen. In eindrücklichen Porträts und begleitenden Kontexttexten zeigen die Fotografien Spuren von Widerstandsbewegungen sowie alternative Zukunftsvisionen, die sich über den gesamten indonesischen Archipel hinweg entfalten.
Das barrieresensible, alters- und generationenübergreifende Kunstbildungsprogramm Ubuntus e. V. bringt Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Fluchtgeschichte im Spiegel von Strategien und Positionen der Gegenwartskunst miteinander in Kontakt. Im Rahmen der GLOBALE lädt Ubuntus e. V. Besuchende ein, das neue Begegnungsformat des Vereins Gegenlesen: Eine mobile Kunstbibliothek für blinde, seheingeschränkte und sehende Menschen kennenzulernen. Als offener Ort des Austauschs, Stöberns und Verweilens bietet die Ubuntus-Bibliothek Menschen mit und ohne Blindheit oder Seh- bzw. Lesebeeinträchtigung die Gelegenheit, gemeinsam Bücher über Gegenwartskunst, nachhaltige Architektur/Stadtplanung und Pluralität zu entdecken. So besteht auch die Möglichkeit, die Themen der Ausstellungen „What Remains? – Traces of Culture and Belonging“ und „Gathering Otherwise – Diasporische Verbindungen“ – Diaspora, Erinnerung, Zugehörigkeit und kultureller Transformation – in weiterführender Literatur zu vertiefen.