ERDZEREMONIE 2026
Am 28. Mai laden wir herzlich zur jährlichen Erdzeremonie am EarthNest ein – dem Dekolonialen Denkzeichen vor dem Berlin Global Village.
🏺 Die Erdzeremonie ist ein wiederkehrendes Ritual, das das EarthNest lebendig hält und fortschreibt. Dabei werden Erden aus ehemals kolonisierten Gebieten in die Tonkrüge im unterirdischen Teils des Denkzeichens eingefügt. Mit jeder Erde und den mit ihr verbundenen Geschichten wächst die Bedeutung des Ortes weiter. Schicht für Schicht entsteht ein kollektiver Erinnerungsraum, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet. Der Abend verbindet Gespräch, künstlerische Intervention und rituelle Praxis zu einem gemeinsamen Moment des Innehaltens.
🗣️ Freut euch auf ein vielstimmiges Programm!
📅 Wann: 28. Mai 2026, Einlass 18:00 Uhr, Beginn 19:00 Uhr
📍 Wo: Miriam Makeba Saal, Berlin Global Village, Am Sudhaus 2
PROGRAMM
19.00 UHR: ROUNDTABLE
mit Jere Ikongio , Maimouna Ouattara & Billy Fowo
The Nest We Share – Kunst, Aktivismus und Zivilgesellschaft im Dialog
Der Roundtable bringt Akteur*innen aus Kunst, Aktivismus und NGO-Arbeit zusammen, um über Schnittstellen, Spannungen und solidarische Allianzen zu sprechen. Wie können künstlerische Strategien politische Bewegungen stärken? Wo ergänzen sich künstlerische Auseinandersetzungen, Intervention und konkrete Projektarbeit? Und welche Übersetzungsarbeit entsteht, wenn unterschiedliche Handlungsfelder aufeinandertreffen? Im Zentrum steht dabei die Suche nach tragfähigen Brücken – zwischen Vision und Umsetzung, zwischen ästhetischer Reflexion und struktureller Veränderung.
19.45 UHR: POETIC INTERVENTION
mit hn.lyonga „There is a table in this house“
hn. lyonga ist Schriftsteller und Autor und wird im Rahmen der Erdzeremonie eine Performance mit dem Titel „There is a table in this house“ präsentieren. Die Arbeit versteht sich als choreografisches Reading und kollektive Intervention, die die Ethik und Politik des Zusammenkommens untersucht – insbesondere in Zeiten des Bruchs und der Verunsicherung. Ausgehend von einer Praxis des „Neighbouring“ verbindet die Performance körperliche Präsenz, partizipative Installation und gemeinschaftlichen Dialog. So entsteht ein Raum radikaler Fürsorge, gegenseitigen Zeug*innenschaft und politischer Verantwortlichkeit. Im Zentrum steht ein Tisch: ein Ort des Teilens und der Begegnung.
20.15 UHR: ERDZEREMONIE
Einbringen von Erden mit MFA Kera (Madagaskar), Mnyaka Sururu Mboro (Tansania) & Israel Kaunatjike (Namibia)
MFA Kera, Mynka Sururu Mboro und Israel Kaunatjike sprechen über die Erde, die sie jeweils für das EarthNest mitgebracht haben – über ihre Herkunft, ihre Geschichten und die politischen wie persönlichen Bedeutungen, die sie in sich trägt. Unterschiedliche geografische und historische Bezüge kommen so in einem gemeinsamen Raum zusammen. Beim anschließenden Herumreichen der Erde im Kreis entsteht ein temporäres Kollektiv, bevor die Erden dem EarthNest hinzugefügt werden.
20.45 UHR: VERNISSAGE & AUSKLANG
mit Arbeiten von Soukaina El Adak, Martha Díaz Adam, Juan Camilo Alfonso, Kervin Saint Pere und Ọládayọ̀ Thomas
Im Rahmen eines Call for Creatives waren Künstler*innen und Kreative eingeladen, Arbeiten einzureichen, die sich mit dekolonialen Ästhetiken auseinandersetzen. Im Mittelpunkt der entstandenen Gruppenausstellung „Gathering Otherwise – Diasporische Verbindungen“ steht die Auseinandersetzung mit diasporischen Identitäten – also Lebensrealitäten, die durch Migration und vielfältige kulturelle Einflüsse geprägt sind.Die Ausstellung bringt Arbeiten von Soukaina El Adak, Martha Díaz Adam, Juan Camilo Alfonso, Kervin Saint Pere und Ọládayọ̀ Thomas zusammen. Die fünf Künstler*innen nähern sich dem Thema auf unterschiedliche Weise – durch Fotografie, Malerei und Textilarbeiten. Sie eröffnen einen Raum, um über eigene Verortungen, Zugehörigkeiten und Brüche nachzudenken.