Hauswandhohe Kritik am Umgang mit dem deutschen Kolonialismus

Es ist ein außergewöhnliches Bild, das derzeit die Wand des künftigen Eine-Welt-Zentrums ziert: Zwischen Rewe, Biergarten und der Kindl-Galerie hängt ein sieben mal zwölf Meter großes Plakat mit einem menschlichen Schädel. Es macht auf die fehlende Anerkennung des Völkermords an den Herero und Nama durch Deutschland aufmerksam. Daneben hängen die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs), die auch die Bundesregierung unterstützt. Ein klarer Widerspruch – eine globale Partnerschaft auf Augenhöhe (SDG 17) sieht anders aus. Das Plakat ist Teil der Black Berlin Biennale for Contemporary Art and Discourse, deren Kooperationspartner wir in diesem Jahr sind.