Frauenmärz/Women’s Month

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2018-03-07 19:00 - 2018-04-10 16:00
BGV Galerie
Address: Am Sudhaus 2, 12053 Berlin

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8.3.2018 widmen wir den März dem Feminismus und stellen 5 Wochen lang die Werke von 4 Künstlerinnen aus. Die Ausstellung setzt sich mit den Themen weiblicher Sexualität, Objektiverung von Frauen, Gewalt an Frauen und Intersektionalität auseinander.  Durch den internationalen Aspekt der Künstlerinnen erlaubt diese Ausstellung einen globalen Blick auf die verschiedenen Themen. Damit wird einerseits deutlich, dass Sexismus nicht national gebunden ist und andererseits, dass Frauen gemeinsam gegen das Patriarchat und die bestehenden Machtstrukturen vorgehen.

Amrei Hofstätter
Weibliche Sexualität und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper.

Amrei Hofstätter’s digital erstellte Bilder sind geometrische Halluzinationen einer Welt, in der meist weibliche Charaktere ihre eigenen Körper entdecken und dabei mit Formen und Objekten verschmelzen. Bei genauerer Betrachtung werden Themen wie Verlangen, Trauma und Selbstverletzung preisgegeben die und sich letztendlich zu einem zentralen existentiellen Problem vereinen: dem Wunsch nach Transformation im Konflikt mit der Angst vor Versagen, resultierend in totaler Auslöschung.

Nine Yamamoto-Masson
A decolonial intersectional feminist framework

In Nine Yamamoto-Massons Kunst und akademische Arbeit werden kolonial-patriarchalische Wissensregime, künstlerisch-aktivistische und Kunst als Widerstand untersucht.
Mit einem intersektionalen, dekolonialisierten und feministischen Ansatz examiniert sie Machtstrukturen, Vorurteile, Gewalt sowie Darstellungsformen im Alltag und analysiert die geopolitische Abgrenzung von Weltzonen mit denen das Leben verwickelt ist.

Alice Rajasombat
Chaires fraîches // Flesh meat Triptych

Alice Rajasombats Arbeit versucht die gesellschaftlichen Überzeugungen und Ansichten durch Szenen aus dem alltäglichen Leben in Frage zu stellen. Ihre dargestellten Körper zeigt sie meist auf eine unkonventionelle Art und schlägt somit eine neue Annäherung an die Thematik und Intimität vor. Die alltägliche Gewalt die Frauen auf unterschiedliche Weise erfahren ist gewöhnlicher Sexismus.
Ziel dieser Ausstellung ist es den Platz für Frauen in der Gesellschaft neu zu definieren und ihren Körper aus der Kommerzialisierung herauszuholen.

Alina Amer
You are a beautiful green fig tree

In diesen Werken adressiert Alina Amer die Objektivierung der Frau. Objektivierung offenbart sich nicht nur im Umgang, sondern auch verstärkt in der Sprache. Frauen als Objekt zu beschreiben denen es an körperliche Kraft und Selbstbestimmung mangelt, ein Objekt (Blume oder Baum) dem es an Aktivität fehlt wenn es verletzt oder bedroht wird. Ein Objekt das keine Abwehrhaltung kennt um dem Tod zu entkommen. Sein Tod kann schnell und ohne Resistenz eintreffen.
Eine Leiche zu sein ist ein Zustand der weiblichen Psyche in das sie durch die Objektivierung hineingezwungen wird, ob verbal oder in anderer Form.

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