Der Standort

Beginn einer neuen Phase – Das Eine-Welt-Zentrum auf dem VOLLGUT-Gelände

2016 hat die Terra Libra Immobilien GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Stiftung Edith Maryon, eine ca. 20.000 qm große Fläche auf dem ehemaligen Areal der Kindl-Brauerei in Neukölln gekauft – das VOLLGUT-Gelände. Das Ziel ist, eine der großen Industriebrachen in Neukölln langfristig für soziale, kreative und ökologische Nutzungen zur Verfügung zu stellen. Es soll auch zu einem stadträumlich zentralen Ort werden, der zur Identifikation im Quartier wesentlich beiträgt. Sozialverträglichkeit, Zugänglichkeit und Vielfalt, Umweltverträglichkeit, Ressourcenschonung und Abfallvermeidung sind wesentliche Kriterien für die weitere Entwicklung.

In zwei Bestandsbauten (ehemalige Verwaltungsgebäude der Brauerei) wird bis Sommer 2020 das Eine-Welt-Zentrum von BGV ein Teil des VOLLGUT.
Der Erbbaurechtsvertrag zwischen der Terra Libra und BGV ist im März 2018 unterzeichnet worden. Das Architekturbüro von Anne Lampen (anne-lampen.de) wird bis 2020 die beiden ehemaligen Verwaltungsgebäude für BGV sanieren und ausbauen. Dadurch entstehen nicht nur ideale Büroflächen für eine starke zivilgesellschaftliche Arbeit, sondern auch:

Besprechungsräume
Gemeinsame Räume in unterschiedlichen Größen wird es für Besprechungen von haupt- und ehrenamtlichen Vereinen, Bündnis- und Kampagnentreffen geben. Diese Räume stehen sowohl den Bewohner*innen des Zentrums als auch Nutzer*innen von außen zur Verfügung.

Seminar- und Veranstaltungsflächen
Mit Podiumsdiskussionen, Fachgesprächen, Symposien, Workshops, Seminaren, Schulungen und Fortbildungen schaffen Vereine und Initiativen Räume, um ihre Themen und Projekte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Seminar- und Veranstaltungsflächen in unterschiedlichen Größen (40 m² -300 m²) bieten hierfür ideale Voraussetzungen. Ein erster Veranstaltungsraum ist bereits eingerichtet: Die historische Braustube bietet Platz für bis zu 70 Personen.

Co-Working-Plätze
Gerade kleinere Vereine haben oft nicht die Ressourcen für eine dauerhafte Büroinfrastruktur. Um deren Arbeitsbedingungen zu verbessern, sollen Co-Working-Plätze eingerichtet werden. Es wird eine Infrastruktur zur Verfügung gestellt, die stunden-, tage-, wochen- oder monatsweise gemietet werden kann. Damit wird das Engagement zahlreicher kleiner Initiativen und Einzelpersonen gestärkt.

Café
Das Café soll ein bio-regional-faires Angebot bieten, es soll familienfreundlich sein und ganz unterschiedliche Menschen dazu einladen, dort zu verweilen. Essen und Getränke sollen bezahlbar sein.

Projekte und Ausstellungen
Projekt- und Ausstellungsräume fördern die Produktion und Vermittlung von Wissen sowie den Austausch. Wir möchten hierfür eigene Räume schaffen. Einen ersten Einblick in dieses Vorhaben bieten die wechselnden Ausstellungen in der BGV Galerie der Eine-Welt-Etage.

Außenfläche
Die Freiflächen sollen in Kooperation mit Berliner Projekten und Initiativen, mit interessierten Mitgliedsorganisationen von Berlin Global Village und mit interessierten Anwohner*innen zum Wohle aller gestaltet werden.

Ludothek
Mit der Einrichtung einer Ludothek durch die Mitgliedsorganisation Fördern durch Spielmittel soll ein Ort des Spiels und einer interaktiven Freizeitbeschäftigung für die lokale Nachbarschaft entstehen. Darüber hinaus sollen auch räumliche Voraussetzungen für eine Kinderbetreuung während der Veranstaltungen im Eine-Welt-Zentrum geschaffen werden.

EPIZ und Mediathek
Das Berliner Entwicklungspolitische Bildungs- und Informationszentrum (EPIZ) wird mit einer bestehenden Mediathek ins Zentrum ziehen und einen Großteil seiner Bildungsveranstaltungen mit Berliner Schüler*innen dort durchführen. Mit den infrastrukturellen Voraussetzungen vor Ort sind auch neue Ferienprogramme im Bereich entwicklungspolitischer Projektarbeit für Jugendliche möglich.

 

Das VOLLGUT-Gelände auf dem Kindl-Areal

Das Kindl-Areal liegt im Herzen des Rollbergviertels in Neukölln. Hier wurde während 130 Jahren bis 2005 das bekannte Kindl-Bier gebraut.

Das Projekt VOLLGUT umfasst die ehemaligen Bierlagerräume mit Freifläche und mit darunterliegendem Gärkeller. Dieses sogenannte Vollgutlager wurde vier Stockwerke tief in den Hügel gegraben. Auf die starken Mauern und Pfeiler der Lagerräume können in Zukunft noch vier Stockwerke neu aufgebaut werden (derzeit befindet sich temporär dort eine Kartbahn-Halle).

Die Flächen des 4-geschossigen Vollgutlagers sind zum größten Teil bereits vermietet, weitgehend für kulturelle Nutzungen.