Die Ausgangssituation

Berlin ist das entwicklungspolitische Zentrum in Deutschland

Berlin ist Deutschlands größte Einwanderungsstadt und eine weltoffene, multikultu­relle Metropole und somit ein Ort der Internationalität – politisch wie soziokulturell. In Berlin konzentrieren sich hunderte nicht-staat­liche Akteur*innen und Organisationen der deutschen Entwicklungspolitik: Sie setzen sich für eine global gerechtere Welt, für ein Leben innerhalb der planetarischen Grenzen und für ein friedvolles und gleichberechtigtes Miteinander der Menschen ein. Durch ihre Arbeit machen sie die Verwobenheit Berlins mit globalen Herausforderungen und Problemen sichtbar: Klimawandel, Flucht und Migration, politische Krisen und Kriege haben direkte Auswirkungen auf den Alltag aller Berliner*innen.

Die vielfältige Berliner Zivilgesellschaft hat umfangreiche Expertise und Lösungen, wie mit den in Berlin erfahrbaren Konsequenzen umgegangen werden kann und wie sich Berlin als Stadt globaler Gerechtigkeit positionieren kann. Hier findet das Land Berlin eine Ansprechspartnerin für die Bewältigung von globalen Herauforderungen.

Diese Expertise soll im Eine-Welt-Zentrum gebündelt werden, damit die Arbeit der einzelnen Akteur*innen und die Entwicklung gemeinsamer Projekte stärker in die Stadt hineinwirken. Das Zentrum soll zu einem Ort des Austauschs, der Impulse und des bürgerschaftlichen Engagements für eine nachhaltige und gerechte Stadt werden. Berlin braucht, was in anderen deutschen Städten schon lange selbstverständlich ist: Ein Eine-Welt-Zentrum.

 
Berlin Global Village – ein starkes Netzwerk für Berlin!
 
Über die 35 Mitgliedsorganisationen ist der Verein Berlin Global Village ein Netzwerk von einzelnen kleinen Vereinen über größere Nichtregierungsorganisationen bis hin zu Dachverbänden. Diese sind selbst wiederum mit vielfältigen anderen Initiativen in der Stadt vernetzt, da sie eine Vielfalt von Themen bearbeiten, die für eine global gerechte Entwicklung relevant sind: Klima- und Ressourcengerechtigkeit, nachhaltige Ernährungssysteme, Arbeitsbedingungen in globalen Wertschöpfungsketten, globale Finanz- und Handelspolitik, Dekoloniale Erinnerungskultur und Antirassismus, Globales Lernen und Digitale Medien, Kommunale Entwicklungszusammenarbeit und vieles mehr.

Wir beschäftigen uns mit globalen Themen und möchten für diese werben und zugleich unsere Stadt so gestalten, dass Berlin als Eine-Welt-Stadt zukunftsfähig wird.

 
Das Eine-Welt-Zentrum – ein Ort für die Zukunft
 
Berlin braucht einen Ort, an dem das vielfältige Engagement der Berliner*innen sowie der zahlreichen Vereine sichtbarer wird. Berlin braucht ein Zentrum, in dem die komlexen gesellschaftlichen Herausforderungen aus einer Perspektive globaler Gerechtigkeit interdisziplinär bearbeitet werden und der einladend für Besucher*innen und Interessierte ist.

Ein solches Zentrum wird den zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen hervorragende Arbeitsbedingungen liefern, es wird die entwicklungspolitisch interessierte Öffentlichkeit in spannende Diskurse einbinden und es wird durch ganz spezifische Angebote ‚normale‘ Berliner*innen und ‚normale‘ Tourist*innen für die Notwendigkeit der Eine-Welt-Arbeit sensibilisieren und für die Vielfalt dieser Arbeit begeistern.

Das Zentrum wird nicht nur ein Ort konzentrierter und konstruktiver Arbeit werden, sondern
soll ebenso ein sozialer Raum und Ort des informellen Austausch werden  –  für die dort Arbeitenden ebenso wie für Besucher*innen.