Das Zentrum

In Neukölln wird es entstehen: Das Berliner Eine-Welt-Zentrum. Auf dem ehemaligen Gelände der Kindl-Brauerei im Rollberg-Viertel bekommt Berlin einen Ort der Vielfalt, der Begegnung, des Dialogs und des Engagements für globale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit.

Unser Veranstaltungsraum

Bereits jetzt steht im entstehenden Eine-Welt-Zentrum ein großer Veranstaltungsraum zur Verfügung. Die historische Braustube soll von Beginn an dazu beitragen, das Zentrum zu einem Ort werden zu lassen, an dem Ideen, Projekte und Kooperationen geschaffen, gelebt und ausprobiert werden und die Berlin zu einer sozial und ökologisch nachhaltigen und global gerechten Stadt heranwachsen lasssen.

Mehr über uns

Berlin Global Village ist aus einer Initiative des Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlags hervorgegangen. Die Mitgliedschaft von Berlin Global Village ist vielfältig. Sie reicht von kleinen ehrenamtlich tätigen Vereinen über größere Nichtregierungsorganisationen bis hin zu Dachverbänden.

Veranstaltungen

  • 10
    10.Januar

    19:30 -16:00
    2018.01.10-2018.02.28
    BGV Galerie
    Am Sudhaus 2, 12053 Berlin

    Eine Ausstellung des Afrika Medien Zentrum e.V.

    Gesellschaften sind und waren nie statisch. Migration, Flucht und Vertreibung hat es überall schon immer gegeben. So ist auch Deutschland ein Land, in dem Menschen mit Wurzeln in aller Welt zuhause sind, und das nicht erst seit der neu angefachten Migrationsdebatte. Die Ausstellung „Flucht nach vorn – Migrant_innen als Vorbilder“ zeigt Menschen, die schon längst Teil dieser Gesellschaft sind, die dazugehören und diese bereichern – mit ihrem Engagement, ihrem Schaffen, ihrer Fähigkeit zum Perspektivwechsel oder einfach dadurch, dass sie es trotz oft enormer Hürden in diesem Land zu etwas gebracht haben. Sie lädt dazu ein, auf diese Menschen zu schauen – nicht wegen ihrer Herkunft, ihres Aussehens oder eines Akzents. Sondern, weil sie Vorbilder sind.

    Die Ausstellung besteht derzeit aus 15 Roll-Ups (200cm hoch, ca. 85cm breit), die einen einleitenden, historischen Teil sowie Porträts von Personen mit Fluchterfahrungen sowie Vorbildfunktion darstellen. Diese Personen leben in verschiedenen Städten Deutschlands und kommen aus Afghanistan, Äthiopien, Iran, Libanon, der Demokratischen Republik Kongo, Kenia, Russland, Serbien und Togo. Es wird angestrebt, die Ausstellung im Laufe des Jahres 2018 noch um weitere Porträts zu ergänzen.

     

    Warum diese Ausstellung?

    In Berlin leben viele Menschen unterschiedlichster Herkunft, mit Flucht- und Migrationsgeschichte. Sie sind täglich vielen in der Mehrheitsgesellschaft stark verhafteten Vorurteilen ausgesetzt, die teilweise durch pauschalisierte Ängste, z.B. vor Terrorismus oder Sozialmissbrauch, entstehen und erfahren Diskriminierungen in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen. Solche Erfahrungen wirken sich nicht selten verunsichernd und demotivierend auf die eigene gesellschaftliche Teilhabe aus. Viele Menschen, die als Erwachsene nach Deutschland kommen, waren in ihren Heimatländern bereits gesellschaftlich aktiv – sei es im Job, in der Gemeinde o.ä.. Hierzulande sehen sie diese Möglichkeiten aufgrund der genannten Benachteiligungen oft nicht. Es fehlt ihnen an Vorbildern, die deutlich machen, dass (auch) sie in ganz unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft aktiv und erfolgreich sein können. Solche Vorbilder gibt es, allerdings sind diese in der Öffentlichkeit kaum präsent.

    Hier setzt „Flucht nach vorn – Migrant_innen als Vorbilder“ an. Indem die Ausstellung die Präsenz von Vorbildern mit Fluchterfahrung in der städtischen Öffentlichkeit steigert, steuert sie zeitgleich herrschenden Vorurteilen entgegen und trägt zur Etablierung einer Willkommenskultur in der Mehrheitsgesellschaft bei. So werden Menschen unabhängig von ihren Interessen, nationalen, religiösen oder kulturellen Hintergründen ganz zwanglos erreicht. Die Plakatausstellung wird 2017 an verschiedenen Orten der Stadt wie in Begegnungsstätten, Schulen, Seniorenwohnstätten, Krankenhäusern etc. zu sehen sein. Eben dort, wo Menschen im Rahmen ihres Alltags zugegen sind und hürdenlos kurzweilige Informationen über Geflüchtete aufnehmen können.